Rezept: Rehrücken (mit Knochen)

Rehrücken stand auch schon längere Zeit auf dem Plan. An Weihnachten war es dann endlich soweit. Über einen befreundeten Jäger konnten wir zwei herrliche Stücke, noch am Knochen, bekommen und jetzt habe ich auch endlich die Zeit gefunden, um euch das Rezept nachzureichen.

Die Kochjacke, das Weihnachtsgeschenk meiner Frau, wurde bei dieser Gelegenheit ebenfalls eingeweiht

Die Zubereitung ist recht unkompliziert. Vergesst die Rezepte unserer Mütter und Großmütter mit der Variante „gespickter Rehrücken“! Viel zu aufwendig und mühselig. Das Zauberwort heißt schlicht und einfach: Low & Slow

  • Dazu den Rehrücken von allen (!) Seiten im Bräter scharf anbraten um Röstaromen zu erhalten. Nicht zu lange, damit das Fleisch nicht bereits jetzt schon durchgart. Dann aus dem Bräter nehmen und kurz zwischenlagern. Ich bevorzuge die Zubereitung am Knochen, da dadurch die Hitze m.E. gleichmäßiger ans Fleisch abgegeben wird. Wer möchte, kann natürlich auch vorab das Fleisch auslösen
  • 2 Stangen Lauch (auch Porree genannt), 1-2 Karotten in Scheiben schneiden und gemeinsam mit ca. 500 ml Fond (entweder fertigen oder selbstgemachten) und einer Knoblauchzehe im Bräter kurz aufkochen lassen
  • Zwischenzeitlich den (oder die) Rehrücken mit Rosmarin und Thymian würzen. Diese dazu einfach mit (lebensmittelechter) Kordel am Fleisch fixieren und dann alles zusammen in den Bräter legen
  • Den Backofen zwischenzeitlich auf 80° C (keine Umluft) aufheizen und den offenen Bräter in der Mitte platzieren. Nun das Fleisch für ca. 1 Stunde auf 55°-60° C Kerntemperatur ziehen lassen. Zur Überwachung eignet sich bestens das Funk- oder auch ein einfaches Fleischthermometer
  • Währenddessen kann man die Beilagen ganz nach Gusto zubereiten. Klassisch wäre Rotkohl. Wir entschieden uns für Rosenkohl. Auf jeden Fall mit Klößen, wobei Spätzle auch passen würden

Rezept: Cevapcici (zubereitet nach der Überlieferung eines serbischen Freundes)

Hier mal mein Rezept, welches ich von einem Freund erhalten habe. Dieser macht die Cevapcici immer so nach dem Rezept seiner Mutter, diese nach dem Rezept ihrer Mutter, usw… 😉

Wichtig dabei ist der Einsatz von Natron um das Hack in seiner Konsistenz so zu machen wie man es von den Gerichten aus Ex-Jugoslawien, Griechenland oder der Türkei her kennt.

Auf dem Grill bereite ich die Cevapcici dann immer wie folgt zu:

  • Die Roste (in meinem Fall Gussroste des BroilKing Baron 590) ordentlich aufheizen
  • Die Cevapcici von zwei Seiten scharf anbraten, so dass sie sich leicht vom Rost lösen lassen
  • Dann die Hitze unter dem Deckel auf ca. 160° bis 180° einregeln und die Cevapcici noch für ca. 15 Minuten auf dem Warmhalterost indirekt gar ziehen lassen

Neue Rubrik: Muscle-Bike oder auch: Der radelnde Ralf

Ein neues Zweirad hat Einzug in den Haushalt gehalten. Nein, kein Verbrenner im klassischen Sinn, sondern mit Menschenkraft betrieben. Damit sollen Kilos verbrannt und verloren gegangene Fitness wieder zurück erobert werden! Also doch ein klassischer Verbrenner? Egal, jedenfalls isses so…

Da es mit der Fitness und dem Gewicht nicht mehr so weitergehen kann, habe ich mich entschlossen wieder mehr Fahrrad zu fahren. Hat früher ja auch immer ganz viel Spaß gemacht. Allerdings ging die Motivation mit meinem Umzug ins hügelige Siegerland und der Gründung der Kleinfamilie  verloren.

Junior bekam vor 4 Jahren ein MTB geschenkt. Musste sein, die Kumpels hatten ja auch welche. Gefahren ist er kaum damit, da muss man sich ja anstrengen. So stand das Gerät gute 3 Jahre traurig im Schuppen. Die Reifen platt, die Kette gelängt und ungepflegt. Also habe ich es beim Radladen im Nachbarort etwas für meine Zwecke „aufpimpen“ lassen und bin seit Ende August damit fleissig unterwegs. So fleissig, dass es mich fast schon süchtig macht zu fahren. Für den kommenden Herbst und Winter habe ich mich im Fitnessstudio angemeldet um die aufgebaute Kondition nicht wieder direkt zu verlieren.

 

Roadtrip in den Taunus

Am vergangenen Freitag habe ich mich mal morgens in den Sattel geschwungen und einen kleinen Ausflug in den Taunus gemacht. Genauer gesagt in die Gegend rund um Limburg, Weilburg und Usingen. Leider gibt es ja in Emmerthausen das „Cafe Waltraud“ nicht mehr, dort war zwischen 1995 und 2015 immer eine gute Anlaufstelle für Motorradfahrer. Schade drum…

Ansonsten lasse ich hier einfach die Bilder der am Oldmansbike montierten Actioncam sprechen.

Welches ist euer Favorit? Schreibt es mir doch als Kommentar!

Rezept: Tafelspitz auf der Salzplanke zubereitet

Hier mal ein tolles Rezept für und mit einem Stück Tafelspitz vom irischen Rind. Gegart wird es diesmal auf den Salzplanken.

Das Fleisch wurde, nachdem es auf Zimmertemperatur kam, beidseitig mit grobem Himalayasalz eingerieben. Natürlich geht auch jedes andere Grobsalz, z.B. Meersalz. Wichtig ist: Der Fettdeckel verbleibt auf dem Fleisch!

Der Grill wird dann auf ca. 250° C aufgeheizt. Das Fleisch wird anschließend in der direkten Zone des Grillrostes beidseitig für je ca. 90 Sekunden angegrillt, um für die Röstaromen zu sorgen. Vorsicht, große Fettbrandgefahr!

Nachdem die Temperatur im Grill danach auf ca. 150° C eingeregelt wurde, kommt das Fleisch auf die vorgewärmten (nicht zu heißen) Salzplanken und wird indirekt auf die gewünschte Kerntemperatur gebracht. Ich wählte 54 Grad, da das Fleisch beim ruhen noch ein paar Grad nachgart. Hier lag es eine knappe Stunde auf dem Grill…

Das Bild des Anschnitts. Der Tafelspitz wurde butterzart und selbst der Fettrand konnte verzehrt werden. Total aromatisch das Ganze. Kommt ziemlich nah an die südamerikanischen Asadovarianten heran.

Als Beilagen kann man Ofenkartoffeln, geröstetes Brot und Tomatensalat reichen.