Alter Blogger, neues Blog

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Gemorje,

so sagt man hier im Siegerland. Meiner Wahlheimat seit knapp 20 Jahren.

Ich heiße Ralf, bin BJ 1964 und seit 1999 auch im www mit eigener Seite vertreten. Zuerst mit einer, damals üblichen statischen Webseite zum Thema Motorrad. Dann ab ca. 2005 mit so einem damals noch neumodischen Blog über alles mögliche zu den Themen Oldtimer, Motorrad, BBQ und sonstigem Gedönse. Leider wurde dieses Blog 2018 immer mehr zur Zielscheibe und zu persönlich. Also entschloss ich mich nach einem knappen halben Jahr ohne Präsenz, unter neuem Logo wieder anzufangen.

Es wird i.d.R. hier um Rezepte und BBQ im allgemeinen, Touren mit meiner und allem rund um meine Harley, sowie News und Begebenheiten aus der Region „Area 57“ gehen.

Es ist ein rein privates Blog und erfolgt keinerlei Gewinnerzielungsabsichten! Marken werden evtl. genannt, aber nicht verlinkt und ich werde auch von niemanden bezahlt oder sonstwie gesponsert! All mein Zeugs habe ich mir selbst gekauft und ich werde auch keine zugesandten Produkte vorstellen!

So, ich danke für die Aufmerksamkeit bis hierher und werde dem ganzen dann nach und nach Leben einhauchen.

Stay tuned…

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Neue Rubrik: Muscle-Bike oder auch: Der radelnde Ralf

Ein neues Zweirad hat Einzug in den Haushalt gehalten. Nein, kein Verbrenner im klassischen Sinn, sondern mit Menschenkraft betrieben. Damit sollen Kilos verbrannt und verloren gegangene Fitness wieder zurück erobert werden! Also doch ein klassischer Verbrenner? Egal, jedenfalls isses so…

Da es mit der Fitness und dem Gewicht nicht mehr so weitergehen kann, habe ich mich entschlossen wieder mehr Fahrrad zu fahren. Hat früher ja auch immer ganz viel Spaß gemacht. Allerdings ging die Motivation mit meinem Umzug ins hügelige Siegerland und der Gründung der Kleinfamilie  verloren.

Junior bekam vor 4 Jahren ein MTB geschenkt. Musste sein, die Kumpels hatten ja auch welche. Gefahren ist er kaum damit, da muss man sich ja anstrengen. So stand das Gerät gute 3 Jahre traurig im Schuppen. Die Reifen platt, die Kette gelängt und ungepflegt. Also habe ich es beim Radladen im Nachbarort etwas für meine Zwecke „aufpimpen“ lassen und bin seit Ende August damit fleissig unterwegs. So fleissig, dass es mich fast schon süchtig macht zu fahren. Für den kommenden Herbst und Winter habe ich mich im Fitnessstudio angemeldet um die aufgebaute Kondition nicht wieder direkt zu verlieren.

 

Roadtrip in den Taunus

Am vergangenen Freitag habe ich mich mal morgens in den Sattel geschwungen und einen kleinen Ausflug in den Taunus gemacht. Genauer gesagt in die Gegend rund um Limburg, Weilburg und Usingen. Leider gibt es ja in Emmerthausen das „Cafe Waltraud“ nicht mehr, dort war zwischen 1995 und 2015 immer eine gute Anlaufstelle für Motorradfahrer. Schade drum…

Ansonsten lasse ich hier einfach die Bilder der am Oldmansbike montierten Actioncam sprechen.

Welches ist euer Favorit? Schreibt es mir doch als Kommentar!

Rezept: Tafelspitz auf der Salzplanke zubereitet

Hier mal ein tolles Rezept für und mit einem Stück Tafelspitz vom irischen Rind. Gegart wird es diesmal auf den Salzplanken.

Das Fleisch wurde, nachdem es auf Zimmertemperatur kam, beidseitig mit grobem Himalayasalz eingerieben. Natürlich geht auch jedes andere Grobsalz, z.B. Meersalz. Wichtig ist: Der Fettdeckel verbleibt auf dem Fleisch!

Der Grill wird dann auf ca. 250° C aufgeheizt. Das Fleisch wird anschließend in der direkten Zone des Grillrostes beidseitig für je ca. 90 Sekunden angegrillt, um für die Röstaromen zu sorgen. Vorsicht, große Fettbrandgefahr!

Nachdem die Temperatur im Grill danach auf ca. 150° C eingeregelt wurde, kommt das Fleisch auf die vorgewärmten (nicht zu heißen) Salzplanken und wird indirekt auf die gewünschte Kerntemperatur gebracht. Ich wählte 54 Grad, da das Fleisch beim ruhen noch ein paar Grad nachgart. Hier lag es eine knappe Stunde auf dem Grill…

Das Bild des Anschnitts. Der Tafelspitz wurde butterzart und selbst der Fettrand konnte verzehrt werden. Total aromatisch das Ganze. Kommt ziemlich nah an die südamerikanischen Asadovarianten heran.

Als Beilagen kann man Ofenkartoffeln, geröstetes Brot und Tomatensalat reichen.

Roadtrip ins Rothaargebirge

Diese Woche eine kleine Ausfahrt ins Rothaargebirge gemacht. Es ist schon schön dort!

Leider wurde es auf dem Rückweg, bei meiner Abfahrt vom Bigge-Grill, etwas ungemütlich und ich fuhr von Olpe bis 500 Meter vor der heimischen Garage im Platzregen!

Rezept: Pulled Pork Burger

Hier mal mein Rezept und der Ablauf für Pulled Pork. Kann man auf Burgerbuns oder auch als Tellergericht genießen. Dem Aufwand gerecht werdend, bietet es sich an eine größere Menge zuzubereiten und dann portionsweise (wir machen i.d.R. 4 oder 6 Portionen) und vakumiert einzufrieren. Lässt sich dann im Wasserbad wunderbar erhitzen. Das Pulled Pork bleibt dabei zart und saftig und man schmeckt keinen Unterschied zu „frischem“!

Begonnen habe ich um 10:00 Uhr, mit dem Vorbereiten und Anheizen des Grills. Fertig und servierbereit war das PP um 20:00 Uhr! Man muss sich dafür wirklich Zeit nehmen. Also nix für auf  die Schnelle oder wenn die Familie mit Essbesteck und Geschirr ausgestattet im Hintergrund wie eine ausgehungerte Wolfsmeute nach einem strengen Winter wartet.  😉

Für alle Interessierten Leser habe ich den Ablauf hier mal mit Bildern aufbereitet. Wer möchte, kann das Rezept auch gerne als PDF (2 Seiten A4) per Mail erhalten.

I. Vorbereiten des Fleischs

  1. ca. 2-3 kg Schweineschulter oder -nacken (gerne gut durchwachsen) vom Metzger des Vertrauens abholen und eine kurze Gedenkminute für das fleissige Schweinchen einlegen

  1. Grobe Fettstücke außen entfernen, das Fleisch mit Küchenkrepp kurz abtupfen und dann „einsenfen“. Meiner Meinung nach reicht ein mittelscharfer Senf hier vollkommen aus.

  1. Nun „rubben“ (z.B. „Don Marcos/Texas Style“; „Magic Dust“ oder Eigenkreation), bis das Fleisch außen schön trocken ist. Lieber beim Einkauf/Mischen des Rubs etwas großzügiger kalkulieren

  1. Entweder vakuumieren oder eng in 3 Lagen Frischhaltefolie einwickeln und für ca. 12-24 Stunden zum ruhen in den Kühlschrank legen

  1. Am Morgen des PP-Events das Fleisch aus dem Kühlschrank holen und vor dem Auflegen auf den Grill auspacken und mit der Flüssigkeit, welche ich auch zum „moppen“ nehmen werde, in Abständen von ca. 2-3 cm „spritzen“. Hierzu mische ich ¼ l Apfelsaft + ¼ l Apfelessig + 2 EL brauner Zucker + 2 EL Rub + einige Spritzer Worcestershiresauce) an.

II. Ablauf des Grillens (hier auf einem Gasgrill BroilKing Baron 590)

  1. Grillroste über Brenner 3 und 4 entfernen und Grillwanne einsetzen

  1. Grillwanne mit Flüssigkeit (½ l Apfelsaft / ½ l Apfelessig / ¼ l Wasser) füllen

  1. Temperatur im Grill mit Brenner 1 und 2 auf 115°C einregeln und das Fleisch indirekt (d.h. auf einen in der Grillwanne stehenden Rost oder darüber liegenden Backofenrost) auflegen. Bei niedrigeren Außentemperaturen oder viel Wind und freistehendem Grill, kann man auch noch Brenner 5 zur Unterstützung nehmen.

  1. Die 1. Plateauphase wird relativ zügig, zwischen ca. 65°C und 70°C Kerntemperatur (KT) erreicht

  1. Nun heißt es Geduld bewahren und abwarten. Rasenmähen, Fensterstreichen, den Hund betüddeln oder ähnliches hilft dabei ungemein 🙂

  1. Bei Erreichen von 75°C KT zum 1. Mal „moppen“. Stetiges aufs Thermometer starren hilft da nix, sondern wieder nur Geduld… Weiter heißt es, nicht in Panik zu verfallen, sondern die Ruhe zu bewahren. Da die Uhr nun schon weiter fortgeschritten sein dürfte, steht einem ersten Gerstensaft nichts im Weg 😉

  1. Erreichen der 2. Plateauphase zwischen 78°C und 82°C KT

  1. Bei Erreichen von 80°C KT zum 2. Mal „moppen“

  1. Bei Erreichen von 90°C KT zum 3. Mal „moppen“

  1. Nun abschließend die KT auf 92°C ziehen lassen. Keinesfalls die Temperatur am Grill erhöhen. Das Fleisch soll ja seinen Eigensaft behalten!

  1. Fleisch für ca. ½ Stunde in Butcher- oder Backpapier einschlagen und in einer, mit 2 Flaschen heißen Wassers vorgewärmten Kühlbox ruhen lassen, damit sich der Saft im Fleisch schön verteilen kann

III. Pullen

  1. Glasschale (oder Auflaufform) mit Deckel vorwärmen (z.B. im ausgeschalteten Grill)

  1. Fleisch in der Schale mit 2 Gabeln (kein Messer verwenden!) PULLEN und vor dem Servieren in die vorgewärmte Schale geben. Besser und stilechter geht es mit speziellen „Meat Claws“.

IV. Servieren

Selbstgemachter Coleslaw!!!

Rezepte dazu findet man für alle Geschmäcker auf den einschlägigen Rezeptseiten. Wir haben uns für eines im traditionellen „Kentucky-Style“ entschieden.

  1. Pulled Pork auf die untere Hälfte des Brötchens geben (falls zu saftig, Salatblatt unterlegen)

  1. Ganz nach Geschmack mit einer BBQ-Sauce würzen

  1. Coleslaw (Krautsalat) und Brötchendeckel drauf uuuuuuuuund…

…Guten Hunger!

-YIHAAA-