Rezept: Panini – kleine italiensiche Brote

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Das Christkind brachte uns ja dieses Jahr einen Kontaktgrill…

😉 Spass beiseite. Ich schlich schon lange um solche Geräte herum, wie die Katze um den heißen Brei. Dies blieb meiner Frau natürlich nicht verborgen und so sortierte sie in der letzten Zeit alle Angebotsblättchen aus, informierte sich, schlug zu und so landete der Grill unter dem Weihnachtsbaum.

Die Wahl fiel auf ein fast schon profihaft anmutendes Gerät aus dem Hause Gastroback, einen „Design BBQ Advanced Control“ #42539. Er verfügt über eine Leistung von 2000 W und ermöglicht damit Temperaturen bis 240° C, welche individuell oder aus 6 voreingestellten Grillprogrammen gewählt werden können. Die beiden herausnehmbaren Grillplatten sind, genau wie die herausnehmbare Fettauffangschale, sogar spülmaschinengeeignet. Ebenfalls zur Ausstattung gehört ein elektronisches Einstechthermometer zur Überwachung der Kerntemperatur!  Die beiden Grillplatten haben jeweils die Abmessungen von 34 x 24 cm. Nutzt man ihn als Kontaktgrill beträgt die Grillfläche 816 cm². Ganz aufgeklappt, als Tischgrill nutzbar verdoppelt sich diese Fläche. Insgesamt macht der aus gebürstetem Edelstahl und mit fast 9 Kilo sicher stehende, Kontaktgrill einen sehr wertigen Eindruck.

Doch nun zum Paninirezept und damit dem ersten Test.

Zutaten für 4 längliche Panini (2 Portionen)

  • 680 g Mehl (bevorzugt 00)
  • 500 ml Wasser (lauwarm)
  • 40 ml Olivenöl
  • 10 g Trockenhefe
  • 1,5 EL Zucker
  • 1 EL Salz

In einer Schüssel das Mehl mit dem Zucker, dem Salz und der Trockenhefe vermischen. Dann das Wasser und das Öl hinzugeben. Die Masse mit den Händen kneten und bei Bedarf etwas Mehl dazugeben, bis der Teig nur noch ganz leicht klebrig ist. Dann den Teig aus der Schüssel nehmen ein paar Tropfen Öl in die Schüssel geben und den Teig darin herumwälzen, bis er rundum ölbedeckt ist. Danach den Teig in der Schüssel lassen, mit einem feuchten Tuch bedecken und ca. 45 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen. Den Teig anschließend in 4 Stücke teilen und kleine längliche Brote -Panini- formen und auf einem mit Backpapier bedeckten Backblech auslegen. Nun wieder mit dem Tuch abdecken und weitere 30 Minuten gehen lassen! Währenddesssen den Backofen auf 200°C Umluft vorheizen. Nun die Panini ca. 13-15 Minuten auf der mittleren Schiene bis zum gewünschten Bräunungsgrad backen. Kurz abkühlen lassen und danach die noch handwarmen Panini mit Milch einpinseln. Dadurch bleib die Kruste weich und sie lassen sich besonders gut grillen.

Nach dem auskühlen kann sich dann jeder sein Panini ganz nach persönlichem Geschmack und Vorlieben belegen und sie werden für ca. 3 Minuten bei 210° C (vorbelegte Stufe für Hamburger beim Gastroback) auf dem Kontaktgrill gegrillt. Dabei nicht allzuviel Druck auf den Deckel ausüben. Hier das Ergebnis eines klassisch mit Salami, Gorgonzola, Tomate und Ruccola belegten Paninis. Vor dem belegen habe ich die Hälften mit Olivenöl bestrichen und mit Pizzagewürz bestreut.

Rezept: Rehrücken (mit Knochen)

Rehrücken stand auch schon längere Zeit auf dem Plan. An Weihnachten war es dann endlich soweit. Über einen befreundeten Jäger konnten wir zwei herrliche Stücke, noch am Knochen, bekommen und jetzt habe ich auch endlich die Zeit gefunden, um euch das Rezept nachzureichen.

Die Kochjacke, das Weihnachtsgeschenk meiner Frau, wurde bei dieser Gelegenheit ebenfalls eingeweiht

Die Zubereitung ist recht unkompliziert. Vergesst die Rezepte unserer Mütter und Großmütter mit der Variante „gespickter Rehrücken“! Viel zu aufwendig und mühselig. Das Zauberwort heißt schlicht und einfach: Low & Slow

  • Dazu den Rehrücken von allen (!) Seiten im Bräter scharf anbraten um Röstaromen zu erhalten. Nicht zu lange, damit das Fleisch nicht bereits jetzt schon durchgart. Dann aus dem Bräter nehmen und kurz zwischenlagern. Ich bevorzuge die Zubereitung am Knochen, da dadurch die Hitze m.E. gleichmäßiger ans Fleisch abgegeben wird. Wer möchte, kann natürlich auch vorab das Fleisch auslösen
  • 2 Stangen Lauch (auch Porree genannt), 1-2 Karotten in Scheiben schneiden und gemeinsam mit ca. 500 ml Fond (entweder fertigen oder selbstgemachten) und einer Knoblauchzehe im Bräter kurz aufkochen lassen
  • Zwischenzeitlich den (oder die) Rehrücken mit Rosmarin und Thymian würzen. Diese dazu einfach mit (lebensmittelechter) Kordel am Fleisch fixieren und dann alles zusammen in den Bräter legen
  • Den Backofen zwischenzeitlich auf 80° C (keine Umluft) aufheizen und den offenen Bräter in der Mitte platzieren. Nun das Fleisch für ca. 1 Stunde auf 55°-60° C Kerntemperatur ziehen lassen. Zur Überwachung eignet sich bestens das Funk- oder auch ein einfaches Fleischthermometer
  • Währenddessen kann man die Beilagen ganz nach Gusto zubereiten. Klassisch wäre Rotkohl. Wir entschieden uns für Rosenkohl. Auf jeden Fall mit Klößen, wobei Spätzle auch passen würden

Rezept: Cevapcici (zubereitet nach der Überlieferung eines serbischen Freundes)

Hier mal mein Rezept, welches ich von einem Freund erhalten habe. Dieser macht die Cevapcici immer so nach dem Rezept seiner Mutter, diese nach dem Rezept ihrer Mutter, usw… 😉

Wichtig dabei ist der Einsatz von Natron um das Hack in seiner Konsistenz so zu machen wie man es von den Gerichten aus Ex-Jugoslawien, Griechenland oder der Türkei her kennt.

Auf dem Grill bereite ich die Cevapcici dann immer wie folgt zu:

  • Die Roste (in meinem Fall Gussroste des BroilKing Baron 590) ordentlich aufheizen
  • Die Cevapcici von zwei Seiten scharf anbraten, so dass sie sich leicht vom Rost lösen lassen
  • Dann die Hitze unter dem Deckel auf ca. 160° bis 180° einregeln und die Cevapcici noch für ca. 15 Minuten auf dem Warmhalterost indirekt gar ziehen lassen